Mehr Physik, Chemie und Technik in den AWO-KiTas

das fordert Helga Kühn-Mengel, die 1. Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Rhein-Erft & Euskirchen für die 46 AWO-KiTas. „Die Pisa-Studie hat gezeigt, dass die Wertschätzung der Naturwissenschaften in Deutschland zu gering ist. Wir möchten in den AWO-KiTas auf Frühförderung setzen, statt Kinder und Jugendliche erst spät mit naturwissenschaftlichen Experimenten zu konfrontieren. Das Interesse und die Neugierde der Kinder an den naturwissenschaftlichen Aspekten unserer Welt sind hoch und viele Untersuchungen zeigen, dass der Kontakt mit Naturwissenschaften im Kindergartenalter zu einem langfristigen Interesse an den entsprechenden Fächern führt. Kaum eine Zeit im späteren Leben ist so gekennzeichnet von spontaner Neugier wie gerade das Alter zwischen vier und sieben. Wir möchten dazu unseren Beitrag leisten.“

Kinder kommen als kleine Forscher und Forscherinnen und Entdecker auf die Welt. Ihre spontanen Fragen zeigen ihr Interesse und ihre Begeisterung an naturwissenschaftlichen Phänomenen. Ihre Neugierde scheint nahezu grenzenlos. Täglich entdecken sie etwas Neues, das zum Ausprobieren und Erforschen anregt. Sie stellen Fragen über Zusammenhänge, Wirkungsbereiche und sichtbare Veränderungen.

Diesen Forschungs- und Entdeckungsdrang der Kinder zu unterstützen durch gemeinsames Beobachten, Erforschen und Erklären der kleinen und großen Phänomene der Umwelt und des Alltags, durch angeleitete Experimente und Versuchsreihen, Projekte und Angebotszonen und durch Besichtigungen von Einrichtungen und Betrieben wie z.B.: Chemielabore, Fertigungsbetriebe Wasser- und Elektrizitätswerke ist das AWO-Ziel. In einer Fortbildung soll allen 133 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den AWO-KiTas konkrete Umsetzungswege aufgezeigt werden.

„Viele Kinder erinnern sich an Experimente - unabhängig von der sozialen Herkunft, so die Fachbereichsleiterin Beate Dreiner-Tönnes, und natürlich schadet es auch nicht, wenn nicht nur die Neugier und Motivation von Kindern angeregt wird, sondern auch Wissen hängen bleibt.“ Was sie besonders verblüfft, ist die Tatsache, dass auch behinderte und verhaltensauffällige Kinder einen überraschend leichten Zugang zu diesen Themenbereichen haben. „In unserer Gesellschaft wird es später für Kinder, vor allem Mädchen, wichtig sein, sich mündig mit wissenschaftlichen Entwicklungen auseinander zu setzen, um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können. Auch weil ein Großteil ihrer zukünftigen Berufsfelder in diesen Bereichen liegen wird. Der berufliche Nachwuchs von morgen muss schon heute für Naturwissenschaften begeistert werden“ sagt Wolfgang F. M. Thurow, der ehemalige Geschäftsführer der AWO.