Die Geschichte der AWO im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Euskirchen

Am 3. Oktober 1946 traf sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern der SPD im Lokal "Römertreppchen" in Bergheim-Quadrath, um ein erstes Gespräch über die Gründung der Arbeiterwohlfahrt im damaligen Kreise Bergheim zu führen. Angeregt hatte das Gespräch der damalige Kreisvorsitzende der SPD, Barthel Schilbert, aus Fortuna.

Anwesend bei diesem ersten Gespräch waren Barthel Schilbert, Fortuna, Peter Linz, Brüggen, Elisabeth Friedrichs, Kerpen, Peter Trapp, Balkhausen, Theo Kings, Horrem, Alwin Janz, Quadrath, Hermann Schmid, Horrem.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die Not der Bevölkerung groß. Der Sozialdemokrat Schilbert fand, dass die Menschen dringend auf Hilfe angewiesen seien. Aus diesem Grunde sollte eine soziale Organisation, die Arbeiterwohlfahrt, gegründet werden.

Schon innerhalb der nächsten acht Tage entschied man in Brüggen und Balkhausen, Ortsausschüsse der AWO zu gründen. Weitere Gründungen folgten sehr bald in Kerpen, Horrem und Sindorf.

1947 wurde von dem Ortsausschuss der AWO Brüggen die erste Nähstube eröffnet. Ein Jahr später schloss sich Niederaußem ebenfalls mit einer Nähstube an. Anfangs wurde in Brüggen aus vorhandenem Material Bekleidung genäht, die dann in der Hauptsache an kinderreiche Familien verteilt wurde. Dagegen fanden in Niederaußem schon Nähkurse für Mädchen und Frauen statt, die gut besucht wurden.

Die erste Fürsorgerin, Änne Weingärtner, nahm ihre Tätigkeit im Oktober 1947 auf.

Mit den fürsorglichen Aufgaben wuchs auch die Sozialarbeit im Kreisausschuss. Peter Linz, Theo Kings, Hans Schreiner und Peter Trapp bildeten den ersten ernannten Vorstand.

Den ersten Vorsitz übernahm Peter Linz 1952, ab 1953 Johann Zander.

Die Arbeit der AWO im Erftkreis begann.

Es wurden weitere Nähstuben errichtet. Gleichzeitig erreichte es Zander, dass sich weitere Ortsausschüsse in allen Teilen des Kreisgebietes gründen.

Die AWO im Erftkreis bekam nun Aufwind. Im Jahre 1959 gab es immerhin im Kreisgebiet 21 Ortsausschüsse und 3 Ortsstellen. Diese bildeten die Grundlage für erfolgreiche Aktivitäten auf den verschiedensten Gebieten der Freien Wohlfahrtspflege, z. B. die Schutzaufsicht über gefährdete Jugendliche und die Betreuung der aus der Sowjetzone eingewanderten Jugendlichen.

Im Durchschnitt wurden damals jährlich ca. 200 Jugendliche betreut. Inhalt der Betreuung war nicht nur die Beschaffung von Wohnraum und Vermittlung in Arbeitsstätten, sondern auch den Jugendlichen den Start in das neue Leben zu erleichtern.

Der Kreisausschuss war der erste Verband der Freien Wohlfahrtspflege im Bundesgebiet, der Mädchenbildungs-Seminare durchführte.

Am 2. Januar 1962 stimmte man der Gründung des Kreisverbandes Bergheim als eingetragener Verein zu. Der Vorstand entschied, eine feste Einrichtung für die Weiterbildung der Frauen und Mädchen zu schaffen.

Geplant war ein Neubau in Bergheim, Zeißstraße - ein Haus der Familie. Hier wurden Räume vorgesehen, die speziell auf die verschiedenen Funktionen ausgerichtet waren, z. B. eine große Lehrküche mit 3 Kochabteilungen, ein Speiseraum, einen Nähraum mit Umkleidemöglichkeit, ein Vortragsraum für größere Veranstaltungen, ein Raum mit Kombinationsmöglichkeiten (Säuglingspflegeraum/Nähraum) und im Untergeschoß ein Gymnastikraum, ein Umkleideraum mit Waschgelegenheiten und Dusche sowie einen Bastelraum.

Mit dem Bau der Mütterschule erfolgte gleichzeitig der erste Umbau des Erholungsheimes in St. Georgen, das man erworben hatte. Sie war damals eine einmalige Einrichtung im Bundesgebiet.

Das Haus der Familie in Bergheim wurde im Frühjahr 1965 der Bestimmung übergeben.

1965 bestellte man Johann Zander, der zwölf Jahre als erster Vorsitzender der AWO Erftkreis fungierte, zum nebenamtlichen Geschäftsführer. Gleichzeitig wurde Willi Kolvenbach zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Im Jahre 1966 übernahm der Kreisverband den Gemeindekindergarten Oberaußem.

Es wurde nach damals modernsten Gesichtspunkten - 2 Aufzüge, jedes Zimmer erhielt einen eigenen Balkon und wurde mit einer Sprechanlage ausgestattet - gebaut. In unmittelbarer Nähe des Altenheimes befinden sich der Sportplatz, das Freibad und ein Tiergehege. Im Frühjahr 1972 wurde das Altenheim fertig gestellt.

Am 1. Januar 1971 übernahm die AWO Erftkreis das Altenheim in Brüggen, das der Bezirksverband der AWO Mittelrhein gebaut hatte. Hier wurden ca. 80 alte Menschen betreut.

1972 erfolgte die Einweihung des Altenheimes in Quadrath. Das Haus verfügte über eine moderne Einrichtung und bot 109 Plätze.

Die Planungen für das Altenheim in Erftstadt-Lechenich, dem heutigen Heinz-Kühn-Seniorenzentrum, das mit 92 Plätzen 1983 fertig gestellt wurde, begannen.

Da in der sich herausbildenden modernen Industriegesellschaft die ältere Generation neben materieller Not auch an immer stärker werdender Vereinsamung leidet, versuchten die Ortsvereine der AWO innerhalb des Erftkreises mit der Errichtung und Betreuung von Altenstuben dieses Problem zu beheben, bzw. zu lindern. Schon im Jahre 1962/63 entstand die erste Altenstube in Oberaußem.

Es folgten die Ortsvereine Quadrath-Ichendorf, Türnich-Balkhausen, Habbelrath, Grefrath und Fortuna. Bis heute sind die Begegnungsstätten der AWO, mittlerweile 46, gut besucht und machen Angebote für jung und alt.

Im Jahre 1977 entschlossen sich die Verantwortlichen, die Mütterbildung zu erweitern und eine Familienbildungsstätte mit einem Angebot für die ganze Familie einzurichten.

Die Familienbildungsstätte wurde vom Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 1. Januar 1978 als Einrichtung der Weiterbildung nach dem ersten Gesetz zur Förderung der Weiterbildung anerkannt. Im Mai 1978 stellte man eine Diplompädagogin als hauptberufliche, pädagogische Kraft ein.

Im April 1981 wurde das stattlich anerkannte Fachseminar für Altenpflege in Quadrath genehmigt. 1982 gründete die AWO das Marie-Juchacz-Bildungswerk. Die Lehrziele übermitteln politische Bildung, Freizeit und Kreativität fördernde Bildung sowie Eltern- und Familienbildung.

In den Jahren 1980 bis 1983 wurde von der AWO Erftkreis das Seniorenzentrum in Lechenich gebaut. Die offizielle Einweihung fand am 11. November 1983 im Rahmen einer Feier, mit vielen Gästen, statt.

In dieser Zeit war Rudi Adams bereits Kreisvorsitzender der AWO im Erftkreis. Die Geschäfte wurden von Günther Ahl geführt. Der heutige Bezirksgeschäftsführer der AWO Bezirksverband Mittelrhein, Erich Hartlich, übernahm die Geschäftsführung des Kreisverbandes 1985.

Die AWO gründete zu dieser Zeit eine Beratungsstelle, die soziale Beratung und Förderung der türkischen Arbeitnehmer übernahm, sowie den Hürther Arbeitslosentreff (HALT), der Beratung in Fragen von Arbeitslosigkeit anbot.

Das Kreisjugendwerk wurde im März 1982 gegründet. Das Jugendwerk der AWO ist ein eigenständiger Jugendverband mit eigener Satzung, eigenen Organen und Gliederungen.

In den 80-er Jahren entstanden die Sozialstationen der AWO. Ihr Ziel ist, alten oder auch behinderten Menschen so lange wie möglich ihre eigene Häuslichkeit zu erhalten und Krankenhaus- und Seniorenheimplätze nur für die bereit zu halten, die einer dauernden fachlichen Pflege bedürfen. Zusätzlich ist die Familienpflege (Ausfall der Eltern durch Krankheit und ähnliches) ein wichtiges Angebot der Sozialstationen.

Der Ortsverein Kerpen eröffnete seine Begegnungsstätte und der Kreisverband stellte sein erstes Konzept "Betreutes Wohnen im Alter" vor. In Eigeninitiative entstand ein Vorkindergarten als Pilotprojekt in Hürth-Altstädten-Burbach, bei dem die AWO die Trägerschaft übernahm. Dieses Projekt hatte bundesweiten Modellcharakter.

Neue Räumlichkeiten bezog das Fachseminar für Altenpflege der AWO Erftkreis. Für den Vorsitzenden Rudi Adams war dies ebenfalls ein bedeutendes Jahr, denn er wurde zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der AWO in NRW gewählt.

So hat sich bei der AWO Erftkreis im Laufe der Jahre vieles getan. Es gab Höhen wie auch Tiefen, doch blieb und bleibt sie stets ihren sozialen Zielen treu. Sie begann sich zu einem großen Dienstleitungsunternehmen zu entwickeln und beschäftigte im Jahre 1989 schon 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In diesem Jahr feierten die Mitglieder des Ortsvereins Kerpen ihr 60-jähriges Bestehen. Eine besondere Ehre wurde Rudi Adams, Bezirksvorsitzender der AWO zuteil, er erhielt die goldene Ehrennadel des Verbandes.

Die ersten Sprachkurse der AWO für Aussiedler und Asylbewerber liefen in Hürth an. Um den Arbeitslosen Hilfestellung zu leisten, wurde in Brühl eine Arbeitslosenberatungsstelle eröffnet.

1988 erhielt der Kreisvorsitzende Hubert Klemmer für sein großes ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz.

1988 hat die AWO über 12.000 Mitglieder.

Das Altenheim des Kreisverbandes in Brüggen, das renoviert wurde, feierte Richtfest.

Ein großes Jubiläum feierte die AWO nicht nur im Erftkreis - 70 Jahre Arbeiterwohlfahrt.

Der Höhepunkt der Jubiläumsfeier mit 600 Gästen war die Jubilarehrung. Für ein gebührendes Rahmenprogramm sorgten das Rheinbraun Orchester, eine Talkshow mit Dieter Thoma und ein Soloauftritt von Dieter Hillebrand.

Der Reinerlös der Veranstaltung kam der ehrenamtlichen Arbeit in den Ortsvereinen der AWO zugute.

Einen Service der besonderen Art bot die AWO Erftkreis ab 1990 mit ihrer mobilen Bürgerberatung. Der Bus war im gesamten Erftkreis mit den Themen Wohnraum- und Gesundheitsberatung unterwegs.

Im September gab die AWO die ersten Pläne für die Modernisierung des Altenheims in Quadrath-Ichendorf bekannt.

Das Seniorenwohnheim der AWO in Kerpen Brüggen wurde nach Herbert Wehner benannt. Zur Namensgebung, auf die die AWO stolz ist, kamen Ministerpräsident Johannes Rau und Greta Wehner.

Im Oktober feierte die sozialpädagogische Familienhilfe im nördlichen Erftkreis ihr 5-jähriges Bestehen.

Im November stellte die AWO Erftkreis einen Aids-Berater ein, der die Aufklärung an den Schulen in den Vordergrund rücken sollte. Die Russlandhilfe der AWO stieß in diesem Jahr auf eine große Resonanz.

In der Kreiskonferenz im März 1992 wurde 1992 wurde mit Helga Kühn-Mengel (MdB) erstmalig eine Frau zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Sie löste Hubert Klemmer ab. Der damalige Geschäftsführer, Erich Hartlich, gab seinen Wechsel zum AWO Bezirksverband Mittelrhein, bekannt. Sein Nachfolger wurde Wolfgang F. M. Thurow.

Oberkreisdirektor Wolfgang Bell stattete der "frisch gekürten" Kreisvorsitzenden der AWO, Helga Kühn-Mengel MdB, in der Geschäftsstelle an der Zeißstraße in Bergheim, einen Besuch ab. Gemeinsam sprach man über die Arbeit der AWO sowie die Perspektiven für die soziale Arbeit.

In dieser Zeit zog das Fachseminar für Altenpflege in neue Räume in Kenten, wo außerdem ab 1993 gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mit dem Bau eines Altenpflegeheims begonnen wurde.

Im Januar 1994 hatte die AWO die 12. Tageseinrichtung für Kinder in Bergheim in Betrieb genommen. Das Untergeschoß des Hauses der Familie der AWO in der Zeiss-Straße in Bergheim bietet jetzt Raum für eine Kindergartengruppe für 25 Kinder.

Mit einem feierlichen Festakt wurde das 1983 erbaute Seniorenzentrum Lechenich in "Heinz-Kühn-Haus" umbenannt. Es war für die AWO eine besondere Ehre, dass dieses Haus in Erftstadt-Lechenich den Namen des verdienten sozialdemokratischen Ministerpräsidenten tragen durfte. Die Laudatio wurde von Wissenschaftsministerin Anke Brunn gehalten.

Hausnotrufe für ältere und kranke Menschen konnte die AWO im September 1994 vorstellen.

Die Bilanz Ende 1994: AWO kreisweit 11.000 Mitglieder, 700 hauptamtlich Beschäftigte in 34 sozialen Einrichtungen. Somit ist die AWO im Erftkreis einer der größten AWO Kreisverbände in Nordrhein-Westfalen.

1995 übernahm die AWO den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege. Das neue Seniorenzentrum des AWO Bezirksverbandes in Hürth wurde Anfang Mai 1995 nach knapp zweijähriger Bauzeit offiziell eingeweiht.

Im August 1995 erhielt Landrat Wolfgang Bell für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der AWO die silberne Ehrennadel.

Mit einer Spendenaktion für Kinder in Mostar rief die AWO Ende Oktober 1995 zur Mithilfe auf. Dort wo blutige und sinnlose Kriege herrschen, sind es immer die Kinder, die davon am meisten betroffen sind. Ihnen, denen man eine sorglose und behütete Kindheit raubte und die nun von der Welt vergessen werden, wollte die AWO helfen.

Das sozialpädagogische Zentrum, das ein Trägerverbund aus AWO, Amt für Diakonie und Paritätischen Wohlfahrtsverband ist, feierte sein 10-jähriges Bestehen. In Quadrath-Ichendorf gründete sich eine neue Arbeitsgemeinschaft für Suchtprävention. Auch hier ist die AWO Erftkreis vertreten.

Auf 30 bewegte Jahre kann die Familienbildungsstätte der AWO im Dezember 1995 zurückblicken. Am Anfang stand die Mütterschule. Inzwischen ist die FBS eine allgemein anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung.

Der Kreisverband der AWO startete mit einer neuen Organisationsstruktur ins Jahr 1996. Zwei Betriebsgesellschaften, die AWO Seniorenzentren im Erftkreis gGmbH sowie die Häusliche Pflege im Erftkreis AWO gGmbH, wurden gegründet, die jeweils 100-prozentige Töchter des Kreisverbandes sind.

Bei der Kreiskonferenz am 16. März 96 wurde die Kreisvorsitzende Helga Kühn-Mengel MdB mit 91% in ihrem Amt bestätigt und auf der folgenden Bezirkskonferenz der AWO Mittelrhein zur stellvertretenden Bezirksvorsitzenden gewählt.

Am 1. Oktober 1996 zog die Häusliche Pflege im Erftkreis AWO gGmbH mit der Sozialstation Bergheim/Kerpen und der Wohnraumberatung in neue Räumlichkeiten. 50 Jahre nach Gründung des Kreisverbandes der AWO im damaligen Lokal "Römertreppchen" in Quadrath-Ichendorf, kehrt die AWO an den Ursprungsort zurück.

Eine besondere Ehrung erhielt Peter-Josef Außem, Ehrenvorsitzender der AWO Brüggen, der von der Kreisvorsitzenden Helga Kühn-Mengel die goldene Ehrennadel erhielt.

Im Jahre 2008 besiegelten die Kreiskonferenzen der AWO Rhein-Erft und der AWO Euskirchen, die von den beiden Kreisvorständen vorbereitete Verschmelzung zum AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen e.V..

Vorausgegangen waren lange Diskussionen und rechtliche Betrachtungen einer möglichen Fusion, bis Anfang 2007 dann von den beiden AWO Kreisverbänden Verhandlungskommissionen bestimmt wurden, die schließlich am 16.04.2007 zur ersten Sitzung zusammentraten.

Die Kommissionen, bestehend aus Dieter Pritzsche, Manfred Schmitz, Dr. Peter Schweikert, Rolf Kaltenhäuser, Willibert Spenrath und den Geschäftsführern Michael Mommer und Wolfgang F.M. Thurow, beschäftigten sich zunächst mit der Bestandsaufnahme der beiden Kreisverbände und deren Bewertung.

Unter Einbeziehung des Wirtschaftsprüfers, der als bestellter Abschlussprüfer für beide Kreisverbände tätig war, verständigten sich die Verhandlungskommissionen auf das Szenario einer Fusion durch Verschmelzung.

Dafür wurde ein Verschmelzungsvertrag erarbeitet, der im Februar 2008 zunächst den Vorständen der beiden Kreisverbände zur Billigung zugeleitet wurde. Beide Kreiskonferenzen - zunächst die Kreiskonferenz der AWO Euskirchen am
1. März 2008 in Zülpich und später die Kreiskonferenz der AWO Rhein-Erft am
5. April 2008 in Bergheim - bestätigten einstimmig den ausgehandelten Verschmelzungsvertrag.

Mit der Verschmelzung der Kreisverbände Rhein-Erft e. V. und Euskirchen e. V. zum Regionalverband Rhein-Erft - Euskirchen e. V. mit Sitz in Bergheim soll der Bestand und die Zukunft der AWO in den Kreisen Euskirchen und Rhein-Erft gesichert werden.

Die Mitglieder wählten Helga Kühn-Mengel MdB zur Vorsitzenden. Stellvertreter wurden Hans Krings, Rolf Kaltenhäuser, Heide Royen und Dieter Pritzsche. Zum Schatzmeister wurde Bernd Hadel gewählt, Theo Maljers wurde Schriftführer.

Der neuen Regionalgliederung, die Mitglied der AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. wird, gehören heute mehr als 5.000 Mitglieder in über 50 Ortsvereinen an. Der Regionalverband bietet Arbeitsplätze für rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nach dem Tod von Rolf Kaltenhäuser und Dieter Pritzsche rückten Dr. Peter Schweikert, Mechernich und Willibert Spenrath, Bergheim Glesch als geschäftsführende Vorstandsmitglieder in den BGB-Vorstand nach. 2014 zog dann Brigitte Sombrowski für den AWO-OV Wesseling e.V. und Marina Weber aus Zülpich in den Regionalvorstand ein.

Aktuell ist der AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen e.V. Träger von 40 Kindertageseinrichtungen mit rund 2.000 Plätzen, betreibt 5 Seniorenzentren, mehrere Tagespflegestützpunkte und bietet häusliche Pflege sowie Dienstleistungen im häuslichen Bereich an. Hinzu kommen zwei Bildungswerke, Migrationsberatung, Schwangerschafts-Konfliktberatung, AIDS- und Drogenprävention, Schulsozialarbeit, flexible Erziehungshilfen, intensiv betreutes Wohnen, ein Jugendzentrum sowie zahlreiche andere Angebote.

Gelungen ist ferner, die Stiftung Soziale Arbeit zur rechtsfähigen Stiftung zu machen.

Seit 2015 sind wir außerdem im Bereich der Flüchtlingshilfe aktiv.