Schulsozialarbeit der AWO am Thomas-Eßer-Berufskolleg

Thomas-Eßer-Berufskolleg
Kommerner Str. 137
53879 Euskirchen

Monika Lauer
Tel.: 02251 - 9570832
Telefax: 02251 - 9570833
Kontakt

Leistungsbeschreibung

Schulsozialarbeit am Thomas-Eßer-Berufskolleg wird mit einer vollen Stelle über den Kreis Euskirchen finanziert. Dienst- und Fachaufsicht liegen bei der AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen, die die Trägerschaft innehat. Regelmäßige Dienstbesprechungen und Supervisionen sind verpflichtend, um einen hohen Standard der geleisteten Arbeit zu gewährleisten. Dies wird unterstützt durch Fortbildungen zu verschiedenen Themen. Dem Jugendamt gegenüber besteht jährliche Berichtspflicht über Umfang und Inhalt dieser Arbeit, Grundlage ist die zwischen AWO und dem Jugendamt vereinbarte Leistungsvereinbarung. Ergänzt wird diese Tätigkeit im Bereich der Schülerinnen und Schüler, die am TEB ihre Berufsschulpflicht erfüllen, über die Jugendberufshilfe im Stellenumfang einer halben Stelle.

In der Schulsozialarbeit und der Jugendberufshilfe in Trägerschaft der AWO gelten auf der Grundlage von hohem Interesse an der individuellen Lebenssituation der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers und einer wertschätzenden und respektvollen Grundhaltung gegenüber allen am Schulleben Beteiligten folgende Leitlinien:

  • vertraulich
  • freiwillig
  • lebensweltorientiert
  • ganzheitlich
  • lösungsorientiert
  • auf die Entwicklung von Selbstwirksamkeitskompetenzen zielend
  • genderbewusst
  • interkulturell sensibel

Die Grenzen der Beratung durch Schulsozialarbeit oder Jugendberufshilfe sind erreicht, wenn ein: therapeutischer Bedarf oder ein Bedarf an Hilfe zur Erziehung über das Jugendamt oder nach sonstigen spezifischen Kompetenzen vorliegt (z.B. Schwangerschaftskonfliktberatung, Schuldnerberatung, schulpsychologischer Dienst).

Folgende Arbeitsfelder werden über Schulsozialarbeit abgedeckt:

  • Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern aller Bildungsgänge in Konflikt- und Krisensituationen (Konflikte in der Schule, Schwierigkeiten zu Hause, existentielle Absicherung über BAföG/BAB/ALG II, etc.):
    • Anliegen und Unterstützungsbedarf entscheiden über die Häufigkeit der Kontakte: Ca. 40 % der Anfragen werden mit einer Beratung ausreichend bearbeitet, weitere 40 % mit max. 5 Terminen, ca. 20 % brauchen mehr als 6 Termine im Sinne eines Case Managements, insbesondere bei hoher Komplexität und aufeinanderfolgenden Aufträgen,
    • Am Beginn jeder Beratungseinheit steht eine neue Auftragsklärung, oft verbergen sich "schwere Themen" hinter formalen Dingen, oft braucht es Vertrautheit, um schwierige Themen anzusprechen. Die Entscheidung über die Vorgehensweise erfolgt in Abstimmung mit dem Schüler, der Schülerin. Zum Klärungsprozess gehört auch, was der Schüler, die Schülerin alleine übernehmen kann im Sinne von Empowerment und wo ggfs. Vermittlung oder Begleitung zu anderen Fachinstitutionen im Kreis Euskirchen erforderlich ist.
    • Der Zugang zu Schulsozialarbeit ist niedrigschwellig möglich durch die Schülerinnen und Schüler selbst (persönlich, per mail, telefonisch, per facebook), durch eine Lehrkraft oder über Mitschülerinnen und Mitschüler. Bewährt hat sich die Durchführung pädagogischer Angebote in bestimmten Klassen, z.B. ein Teamtag am Beginn des Schuljahres, weil Schülerinnen und Schüler weit eher Beratung in Anspruch nehmen, wenn ihnen die beratende Person bekannt ist.
  • Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Dies betrifft insbesondere die Schülerinnen und Schüler, die am TEB ihren Schulabschluss nachholen. Schulsozialarbeit leistet hier eine engmaschige Begleitung über das Schuljahr hinweg in enger Kooperation mit dem Bildungsgangteam. Im Bereich der Schülerinnen und Schüler, die am TEB ihre Berufsschulpflicht erfüllen, wird dies über die Jugendberufshilfe geleistet.
  • Durchführung von Projekten zu verschiedenen Themen, z.B. Erlebnisorientiertes Lernen, Deeskalationstraining, Suchtprävention, u.a., dies in enger Kooperation mit den beteiligten Lehrkräften. Teilweise werden diese Projekte mit eigenen Mitteln gestaltet, regelmäßig finden jedoch auch Projekte statt mit finanzieller Unterstützung des Kinder- und Jugendförderplanes NRW. Über die Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen kann seit 2010 Schülerinnen und Schülern, die durch aggressives Verhalten aufgefallen sind und die dieses verändern wollen, ein individuelles Anti-Gewalt-Training angeboten werden
  • Beratung von Eltern / Familien, Vermittlung zwischen Eltern und Lehrkräften
  • Kooperation mit Lehrkräften und Schulleitung, gemeinsames Vorgehen bei Klassenkonflikten und in der Einzelfallhilfe, Teilnahme an Konferenzen und der bildungsgang-didaktischen Planung, Mitarbeit im Krisenteam der Schule
  • Kooperation mit anderen Institutionen / Netzwerkarbeit (Abt. Jugend und Familie, Arbeitsagentur, Fachstelle für Suchtprävention, Marienhospital, Polizei, etc.), sowie dem AWO-Projekt PIDES: "Senioren-Mentoring für den Berufseinstieg", einem Generationenprojekt zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher.
  • Gremientätigkeit, z.B. AG § 78 SGB VIII, Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Euskirchen, Arbeitstreffen Jugendsozialarbeit - U-25-Team des Jugendamtes.

Ziele

Schulsozialarbeit möchte Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu sein und aktiv an der Gestaltung des eigenen Lebenskontextes mit zu wirken. Übergeordnete Ziele sind die gesellschaftliche Teilhabe und ein hohes Maß an Verwirklichungschancen gerade für Schülerinnen und Schüler mit erschwerten Startbedingungen.

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